12. Mai 2013

Die Sache mit dem Standard...

Hallo zusammen ^.^

Dass die Themen gesunde Ernährung und Abnehmen, aber auch Schönheitsideale und Essstörungen mich sehr interessieren, habe ich hier schon mal umrissen.

Hand auf's Herz: Wer von euch stand beim Shoppen schon mal vor Größe 34 und hat gedacht „Da würde ich auch gerne reinpassen“? (Oder habt ihr gar Größe 34 und würdet gerne eine andere Zahl auf den Klamotten tragen?) Meiner Erfahrung nach passiert es vielen Frauen, dass sie sich nicht in diesen „Zahlen“ wiederfinden und darauf mit Selbstkritik reagieren.
 
Aber warum ist das so?

Mit diesem Thema – nämlich den „Zahlen“ und dem, was sie mit uns machen – möchte ich mich genauer auseinandersetzen. Genauer gesagt meine ich damit die Zahl auf der Waage (also das Gewicht), den BMI, Körpermaße und Konfektionsgrößen. Es soll hier also um die Standards gehen, die den Körper messbar machen sollen. Da ein einziger Post zu diesem Thema aber etwas überdimensioniert wäre, gibt’s heute erst mal meine Gedanken zum Thema allgemein. Genaueres zu Gewicht, BMI, Körpermaße und Konfektionsgrößen folgt später.

Warum sollten die „Zahlen“ hier eigentlich interessant sein?
 
Eben weil sich die wenigsten Körperformen tatsächlich und 100%ig standardisieren lassen. Menschen sind einfach unterschiedlich und nicht jede Person passt in diese Bewertungsraster. Das an sich ist ja noch nicht dramatisch – im Gegenteil. Ist doch ganz schön, dass wir individuell sind, oder? Zum Problem wird es erst, wenn Leute, die eben nicht in dieses Raster passen, diese Kategorien zu wichtig nehmen und sich, um dort hineinzupassen womöglich noch schaden. Crashdiäten, verschobene Selbstwahrnehmung, Essstörungen... Zugegeben, das sind die Extrembeispiele der Dinge, die durch sowas in Gang gesetzt oder verstärkt werden können. Aber es fängt doch schon damit an, dass ein Großteil der Frauen sich in ihrem Körper nicht wohl fühlt, obwohl sie im normalgewichtigen Bereich sind...

Für mich ist es ein riesiger Unterschied, ob – sagen wir beispielsweise mal eine Frau – sagt, sie möchte abnehmen, weil sie gerne soundsoviele Kilo wiegen will oder ob sie abnehmen will, weil sie sich nicht wohl in ihrem Körper fühlt. Entgegen mancher ZweiflerInnen glaube ich nämlich schon, dass es Menschen gibt, die sich auch in einem übergewichtigen Körper wohlfühlen, aber ständig Breitseite kriegen, weil sie nicht Größe 34 tragen. Wenn man selbst lieber dünn wäre, weil man sich in einem fülligeren Körper nicht wohl fühlt, es nicht schön findet etc. ist dagegen ja gar nichts auszusetzen. Wichtig finde ich dabei nur den Aspekt, dass diese Entscheidung, dieses Gefühl und dieses ästhetische Empfinden absolut subjektiv und nicht für jede/n zu verallgemeinern ist. Das ist zumindest meine Meinung ^.^

Um Missverständnissen vorzubeugen – schließlich geht es um ein sehr kontroverses Thema – ich möchte niemanden zum Abnehmen anstacheln! Mein Anliegen ist es, mich mit euch darüber auszutauschen. Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema.

Was sind eure Ansichten zu standardisierenden Kategorien in Bezug auf Körpergrößen und -ausmaße? Kennt ihr Leute, die nichts anderes als ihren BMI im Kopf haben? Was haltet ihr davon? Nehmt bitte kein Blatt vor den Mund ^.^

Eure Donna

Kommentare:

  1. ganz ehrlich...ich habe mir schon öfters Teile einen Nummer kleiner gekauft in der Hoffnung, dass sie irgendwann passen und dass sie sozusagen als Ansporn her halte, allerdings ist das doch irgendwie komisch wenn man mal drüber nachdenkt, dass man das Kleidungsstück total super findet, aber eben nicht an sich selbst...nur an einem Eine-Nummer-kleiner-Ich aus der Zukunft! Im Endeffekt hat man dann ein tolles Top gekauft, kann es aber wahrscheinlich nie anziehn, weil es im Schrank versinkt und man seine guten Vorsätze schon längst wieder verdrängt hat! Ich kenne das sehr gut, weil ich schon immer mit Übergewicht ( jetzt nicht in übermäßig, aber doch schon, dass man sagen kann, dass ich etwas pummeliger bin) zu kämpfen habe und ständig diese Gedanken habe " Ach hätte ich nur eine hübsche Figur mit der ich zufrieden wäre"! Aber Leute die nur danach gehen welche Größe das Kleidungsstück hat und verrückt danach sind Kalorien zu zählen kann ich nicht verstehen. Essen macht nunmal glücklich und man sollte sich selbst auch mal was gönnen und nicht immer ein schlechtes Gewissen habe. Ab und an kann man schonmal sündigen...das soll man ja sogar auch, sonst macht das ganze doch wirklich keine Spaß!

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    1. Ich denke auch, dass man da einfach seine Prioritäten setzen muss... Essen ist einfach was tolles ^_^

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  2. Jeder Mensch ist von Natur aus anders gebaut, ob Mann oder Frau. Die einen haben einen zierlichen Knochenbau, andere einen kräftigeren. Manche neigen dazu, schneller Muskeln aufzubauen und andere lagern schneller Fett ein. Der Körper ist in sich so komplex, dass er sich nicht standardisieren lässt. Ich halte nichts von dem Wunsch in eine 34 zu passen, einfach nur weil es "dünn sein" bedeuten soll. Lieber fit und trainiert, leistungsstark und zufrieden als skinny.

    LG
    Mia

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  3. ich muss sagen, dass ich mal 34 trug - und dann 36 irgendwann und jetzt eher so 38 - aber ich pass auch manchmal in sachen gr 34 rein - es fällt ja immer anders aus - und trotzdem fühl ich mich pudelwohl - man sollte sich nicht von diesen doofen zahlen ärgern lassen!

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  4. Huhu! Sehr interessanter Beitrag =)
    Ich habe selber schon 30 Kilo abgeworfen und trage mittlerweile eine 36...bin aber immer noch nicht am Wohlfühlgewicht angekommen und möchte definieren. Dabei sit mir die Zahl egal. Es nervt aber auch dramatisch, wenn Menschen dann meinen ich solle nciht mehr abnehmen, das würde jetzt reichen. Da spricht dann auch oft der Neid denke ich. Und zum Thema: Wohlfühlen mit Pfunden: ich kann nur von mir und 3 Bekannten sprechen: Wir haben ALLE immer gesagt, ach nen bisl Rundungen sind doch viel schöner und das ist alles nciht so wichtig ABER rückblickend fühlen wir uns nun mit ein Paar Kilo weniger NOCH wohler als damals, meiner Meinung nach(ja! steinigt mich!) belügt man sich-zumindestens bei starkem Übergwwicht- oft selbst. Was ja auch völlig OK ist, man möchte ja seinen Selbstwert auch irgendwie aufrechterhalten nur meiner Erfahrung nach fühlt man sich einfach nicht wohl... just my two cents. LG Püppi

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    1. Stimmt, mich nervt das auch total, dass manche Leute immer meinen kommentieren zu müssen, man solle "jetzt aber bloß nicht mehr ab- oder zunehmen". Da hab ich auch schon ein paar Ideen zu und hab in Planung, das mal aufzugreifen...
      Danke für deinen Beitrag!^_^

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